Bei Eintreffen der ersten Kräfte schlugen bereits meterhohe Flammen aus einem Zimmer im zweiten Obergeschoss. Über eine Drehleiter wurde sofort die Brandbekämpfung von Außen eingeleiten. Zeitgleich drang ein Trupp unter schwerem Atemschutz mit einem C-Rohr in das Gebäude vor. Die im Haus befindlichen Bewohner haben bei Eintreffen der Rettungskräfte das Gebäude bereits verlassen. Sie wurden glücklicherweise durch Anwohner und Passanten über den Brand informiert. Die Bewohner der betroffenen Wohnung, zwei Kleinkinder mit ihren Eltern, wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Wittener Krankenhaus verbracht.
Aufgrund der vorgefundenen Lage ließ der Einsatzleiter das Alarmstichwort erhöhen. Zusätzlich rückte der Löschzug Welper zur Talstraße aus. Die freiwillige Einheit aus Niederwenigern besetzte die Hauptwache um die Einsatzbereitschaft aufrecht zu halten.
Im Gebäude selbst wurde der Brand mit zwei C-Rohren im Innenangriff gelöscht. Von Außen wurde über eine zweite Drehleiter die Dachhaut sowie die angrenzenden Dachgeschosswohnungen kontrolliert. Hierzu wurden Teile der Dacheindeckung entfernt. Da sich der Brand auch auf angrenzende Räumlichkeiten ausgebreitet hatte, mussten umfangreiche Nachlösch- und Aufräumungsarbeiten eingeleitet werden. Hierzu waren zeitgleich bis zur vier Trupps unter Atemschutz im Einsatz. Mit einer Wärmebildkamera wurden die Räumlichkeiten auf Glutnester untersucht. An dem mehr als dreistündigen Einsatz waren über 60 Rettungskräfte beteiligt, davon 18 unter schwerem Atemschutz.
„Dem schnellen Eingreifen der Anwohner und Passanten ist es zu verdanken dass die Bewohner schnell das Gebäude verlassen konnten“, sagt Feuerwehrsprecher Jens Herkströter. „Gerade in Altbauten mit Holzdecken breitet sich Feuer sehr schnell aus. Hier zählt jede Sekunde bei der Rettung von Menschenleben“, so Herkströter weiter.
Nach Beendigung des Feuerwehreinsatzes sperrten Mitarbeiter der Stadt Hattingen Teile des angrenzenden Gehwegs ab da die Außenfassade des Gebäudes ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Durch die massive Rauchentwicklung im gesamten Gebäude ist das Mehrfamilienhaus derzeit nicht mehr bewohnbar. Um die Unterbringung der Bewohner kümmerten sich die ebenfalls anwesenden Mitarbeiter des Fachbereichs Ordnung.
Text und Bilder: Jens Herkströter
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